Über Apollo F1
Steckbrief
| Züchter | Royal Queen Seeds |
|---|---|
| Samenart | feminisiert |
| Genetik | Indica-dominant |
| Abstammung | Lemon x Black Domina x Sugar Magnolia (Inzuchtlinien) |
| Blütezeit | 45–50 Tage (kurz) |
| Saat bis Ernte | 75–80 Tage |
| Größe / Ertrag | XL (Skala M · L · XL) |
| Höhe drinnen | 55–75 cm |
| Geschmack | Zitrus & Spritzig, Süß, Erdige, Harzige & Würzige Noten, Lavendel, Pine, Süßwaren & Dessert |
| Terpene | Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool |
| Profil laut Züchter | Aktivierend, Euphorisch, Kreativ |
Anbau
Feminisiert: fast nur Weibchen
Aus den feminisierten Samen von Apollo F1 wachsen so gut wie ausschließlich weibliche Pflanzen, und nur die bilden Blüten. Männchen aussortieren musst du nicht, jeder Samen zählt für deine Planung. Das spart Platz, gerade wenn du nur wenige Pflanzen stellst.
Ganz ausschließen lassen sich Zwitter trotzdem nicht. Starker Stress durch Hitze, Licht in der Dunkelphase oder grobe Schnitte während der Blüte kann einzelne männliche Blüten auslösen. Schau dir deine Pflanzen ab der zweiten Blütewoche deshalb regelmäßig genau an.
Kurze Blütezeit
Apollo F1 gehört zu den schnell blühenden Sorten. Angegebene Blütezeit laut Züchter: 45–50 Tage. Gezählt wird bei photoperiodischen Pflanzen ab dem Umstellen auf 12 Stunden Licht, die Wachstumsphase kommt also noch dazu.
Weniger Blütewochen bedeuten im Zelt weniger Stromkosten und schnellere Durchgänge. Für den Anbau im Freien ist eine kurze Blüte ein echter Vorteil, weil die Ernte oft vor dem nassen Herbstwetter liegt. Ob die Blüten reif sind, zeigen dir trotzdem die Trichome und nicht der Kalender.
Größe und Ertrag: XL
Ganz oben in unserer Skala aus M, L und XL steht Apollo F1 mit der Klasse XL. Das heißt: große, kräftige Pflanzen mit viel Ertragspotenzial.
Dafür brauchst du Platz. Drinnen sorgen Toppen, Herunterbinden oder ein Netz dafür, dass die Spitzen nicht in die Lampe wachsen. Draußen will so eine Pflanze einen großen Topf oder ein Beet, viel Sonne und Stützen für die schweren Äste. Mehr Blütenmasse hält auch mehr Feuchtigkeit, also lüfte in der Blüte gut.
Ertragsstarke Sorte
Mit dem Badge Hoher Ertrag ist Apollo F1 als besonders ertragreich ausgewiesen. Solche Angaben beziehen sich auf gute Bedingungen mit starkem Licht, ausreichend Wurzelraum und einer passenden Wachstumsphase. Ob deine Ernte da herankommt, hängt an genau diesen Punkten.
Plane Stützen oder ein Netz ein, denn schwere Blütenstände knicken sonst Äste ab. Große, dichte Buds halten außerdem lange Feuchtigkeit. Sorg in der späten Blüte deshalb für Luftbewegung im Bestand.
Aroma & Terpene
Zitrusfrisch und spritzig
Im Aroma von Apollo F1 stehen frische Zitrusnoten im Vordergrund, oft mit Anklängen an Zitrone, Limette oder Orangenschale. Hinter Zitrusduft in Hanf steckt meist Limonen, teils auch Terpinolen. Laut Sortenangabe prägen Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool das Profil von Apollo F1.
Welche Terpene eine Pflanze bildet, legt vor allem ihre Genetik fest. Licht, Erntezeitpunkt und Trocknung verschieben nur die Mengen. Limonen gehört zu den leichten Monoterpenen und verdunstet schon bei Zimmertemperatur. Kühl, dunkel und mit wenig Luft im Glas bleibt die frische Spitze am längsten erhalten.
Süß
Apollo F1 wird mit einem süßen Aroma beschrieben. Süße ist ein Eindruck der Nase und lässt sich keinem einzelnen Terpen sicher zuordnen. Leicht süßliche Töne bringen zum Beispiel Linalool und Ocimen mit, die nebenbei blumig oder krautig riechen. Laut Sortenangabe gehören Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool zum Profil von Apollo F1. Die Elternlinie von Apollo F1: Lemon x Black Domina x Sugar Magnolia (Inzuchtlinien).
Süße, leichte Noten verfliegen beim Trocknen schneller als schwere, würzige. Kühl, dunkel und luftdicht gelagert, bleibt mehr davon erhalten.
Erdig, harzig, würzig
Im Aroma von Apollo F1 dominieren erdige, harzige und würzige Töne, die an Waldboden, Holz, Kräuter oder Weihrauch erinnern. Erdige Noten deuten oft auf Myrcen hin, würzig-holzige auf Beta-Caryophyllen und Humulen. Laut Sortenangabe prägen Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool das Profil von Apollo F1.
Caryophyllen und Humulen sind schwere Sesquiterpene und verdunsten langsamer als frische Monoterpene. Deshalb hält sich eine würzige Grundnote oft länger als die frischen Spitzen. Ganz ohne Verlust geht es trotzdem nicht: Auch harzige Sorten verlieren in einem warmen, offenen Glas Aroma.
Blumig nach Lavendel
Apollo F1 bringt eine blumige Lavendelnote mit. Lavendel- und Blütenduft in Hanf wird meist dem Linalool zugeschrieben, einem Terpenalkohol, der auch in Lavendel und Koriander steckt. In Hanf kommt Linalool meist nur in kleinen Mengen vor, kann blumige Sorten aber deutlich prägen. Laut Sortenangabe gehören Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool zum Profil von Apollo F1.
Linalool siedet bei rund 198 °C und verdunstet langsamer als leichte Monoterpene wie Pinen. An der Luft oxidiert es allerdings. Ein volles, gut verschlossenes Glas hält den Sauerstoff knapp.
Pine: Kiefer und Wald
Apollo F1 duftet nach Kiefernnadeln, Harz und frischem Wald. Kiefernduft in Hanf stammt meist von Alpha- und Beta-Pinen, die auch in Nadelbäumen, Rosmarin und Basilikum vorkommen. Für Apollo F1 nennt die Sortenangabe Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool.
Mit rund 155 °C hat Alpha-Pinen den niedrigsten Siedepunkt der großen Hanfterpene. Bei 25 °C ist es rund 30-mal so flüchtig wie Linalool. Grower trocknen deshalb am besten langsam, lagern danach kühl und dunkel und öffnen das Glas nicht unnötig.
Süß wie ein Dessert
Apollo F1 gehört zu den Sorten mit süßem Dessert-Aroma, das an Vanille, Gebäck, Karamell oder Bonbons erinnern kann. Dessert-Noten wie Keks oder Karamell sind Eindrücke der Nase und keine Laborwerte. Einem einzelnen Terpen lassen sie sich nicht sicher zuordnen. Laut Sortenangabe stehen bei Apollo F1 Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool im Vordergrund. Die Elternlinie von Apollo F1: Lemon x Black Domina x Sugar Magnolia (Inzuchtlinien).
Namen wie Gelato, Wedding Cake oder Cookies beschreiben übrigens Duftnoten, nicht die Abstammung. Luftdicht, kühl und dunkel aufbewahrt, hält sich ein süßer Duft deutlich länger als in einem halbvollen Glas am Fenster.
Caryophyllen: Pfeffer und Nelke
Beta-Caryophyllen riecht pfeffrig, würzig und holzig. Du kennst es aus schwarzem Pfeffer, Gewürznelke, Oregano und Rosmarin. Als Sesquiterpen mit 15 Kohlenstoffatomen ist es schwerer als die frischen Monoterpene und siedet erst bei rund 263 °C. Laut Sortenangabe gehört Caryophyllen bei Apollo F1 zum Terpenprofil: Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool.
In Laborproben steigt und fällt es fast immer zusammen mit Humulen. An der Luft reagiert es langsam zu Caryophyllenoxid, das auf Befunden länger gelagerter Ware auftauchen kann.
Myrcen: erdig und fruchtig
Myrcen ist in vielen Hanfsorten das häufigste Terpen. Es riecht erdig, leicht moschusartig und nach reifen Früchten, manche sagen auch nach Hopfen. Außerhalb von Hanf steckt Myrcen in Hopfen, Zitronengras, Thymian, Lorbeer und Mango. Bei Apollo F1 gehört Myrcen laut Sortenangabe zum Terpenprofil, das ganze Profil: Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool.
Als leichtes Monoterpen siedet Myrcen bei rund 168 °C und verdunstet schon bei Zimmertemperatur. In einer älteren Messreihe von Ross und ElSohly (1996) sank sein Anteil am Blütenöl nach Trocknung und drei Monaten Lagerung von 67 auf 33 Prozent.
Terpinolen: frisch und kräuterig
Terpinolen riecht frisch, kräuterig und leicht blumig, mit einem Hauch Zitrus und Kiefer. Außerhalb von Hanf kommt es in Teebaumöl, Flieder und Muskat vor. Allen und Kollegen (PLoS One, 2019) fanden es in 86 Prozent der untersuchten Sorten nur in Spuren. In den übrigen Sorten war Terpinolen dagegen das dominante Terpen oder kam ihm nahe. Bei Apollo F1 nennt die Sortenangabe Terpinolen im Profil: Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool.
Als Monoterpen siedet es bei rund 185 °C.
Ocimen: süß und krautig
Ocimen ist ein Monoterpen mit süßem, krautigem Duft, der an Basilikum und Minze erinnert. Zusammen mit Terpinolen steht es oft hinter Duftbeschreibungen wie frisch, kräuterig oder süßlich-blumig. Bei Apollo F1 nennt die Sortenangabe Ocimen im Terpenprofil: Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool.
Als Monoterpen ist Ocimen leicht und flüchtig. Welche Terpene eine Pflanze bildet, legt vor allem ihre Genetik fest. Wie viel davon nach der Ernte übrig bleibt, entscheiden Trocknung und Lagerung: langsam trocknen, dann kühl, dunkel und luftarm aufbewahren.
Limonen: frische Zitrusschale
Limonen ist der Duft von Orangen- und Zitronenschale, dort macht es den Großteil des ätherischen Öls aus. In Hanf sorgt es für frische, spritzige Zitrusnoten. Chemisch ist Limonen ein Monoterpen aus zehn Kohlenstoffatomen. Bei Apollo F1 nennt die Sortenangabe Limonen im Terpenprofil, vollständig: Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool.
Sein Siedepunkt liegt bei rund 176 bis 178 °C, je nach Quelle. Erstaunlich stabil zeigte sich Limonen in einer älteren Lagerstudie: Sein Anteil am Blütenöl blieb über drei Monate bei rund 16 Prozent.
Linalool: Lavendel und Blüten
Linalool ist ein Terpenalkohol, streng genommen also ein Terpenoid. Es riecht blumig, leicht süß und erinnert an Lavendel. Auch Koriander, Basilikum und viele Blütenpflanzen enthalten Linalool. Laut Sortenangabe gehört es bei Apollo F1 zum Terpenprofil: Caryophyllen, Myrcen, Terpinolen, Ocimen, Limonen und Linalool.
In Hanf kommt Linalool meist nur in kleinen Mengen vor, prägt blumige Sorten aber deutlich. Sein Siedepunkt liegt bei rund 198 °C. An der Luft oxidiert es mit der Zeit, darum gehört die Ernte in ein volles, gut verschlossenes Glas.
Genetik
Indica-dominant
Laut Royal Queen Seeds überwiegt bei Apollo F1 der Indica-Anteil. Beim Grow zeigt sich das meist an kompaktem Wuchs, kurzen Abständen zwischen den Blütenständen und breiten, dunkelgrünen Blättern. Damit kommst du gut mit kleineren Zelten und niedrig hängenden Lampen zurecht.
Die Sativa-Seite kann sich trotzdem zeigen, etwa durch etwas mehr Streckung zu Beginn der Blüte. Wie stark welche Seite durchkommt, ist von Samen zu Samen verschieden. Die Elternlinien: Lemon x Black Domina x Sugar Magnolia (Inzuchtlinien).
Erfahrungen
Was Grower berichten: aktivierend
Grower und Kundschaft beschreiben Apollo F1 häufig als aktivierend. Wer von aktivierenden Sorten berichtet, meint meist einen wachen, lebhaften Eindruck. Der Begriff stammt aus Sortenbeschreibungen und Erfahrungsberichten, er ist kein Messwert und keine Zusage von uns. Wahrnehmungen sind individuell verschieden, und die Angabe ist keine Eigenschaft der Samen.
Erfahrungsberichte von Grower:innen und Angaben des Züchters, keine Zusage zur Wirkung.
Häufige Fragen zu Apollo F1
Wie lange ist die Blütezeit von Apollo F1?
Laut Züchter blüht Apollo F1 rund 45–50 Tage. Gezählt wird ab dem Umstellen auf 12 Stunden Licht; die Wachstumsphase davor kommt dazu.
Wie groß wird Apollo F1?
Apollo F1 steht in unserer Einteilung in der Größen- und Ertragsklasse XL (Skala M, L, XL). Wie groß deine Pflanze tatsächlich wird, hängt von Topfgröße, Licht und Pflege ab.
Ist Apollo F1 feminisiert oder Autoflower?
Die Samen sind feminisiert, aus ihnen wachsen fast ausschließlich weibliche Pflanzen. Die Sorte ist photoperiodisch und beginnt zu blühen, sobald die Lichtdauer auf 12 Stunden sinkt.
Von welchem Züchter stammt Apollo F1?
Apollo F1 stammt von Royal Queen Seeds. Die Elternsorten laut Züchter: Lemon x Black Domina x Sugar Magnolia (Inzuchtlinien).
Die Antworten ersetzen keine medizinische Beratung.
Rechtlicher Hinweis
Der Umgang mit Cannabissamen ist in Deutschland nach § 4 KCanG erlaubt, sofern die Samen nicht zum unerlaubten Anbau bestimmt sind. Der Anbau ist nur Erwachsenen im Rahmen des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) erlaubt: bis zu drei Pflanzen im privaten Eigenanbau, geschützt vor Kindern und Jugendlichen. Beachte die Regeln in deinem Land.
So gelingt dein Anbau
In unseren Blog-Beiträgen findest du alle wichtigen Infos zu Cannabis-Samen und dem richtigen Anbau.

