Schlanke Cannabispflanze mit schmalen Blättern im Sonnenlicht

Sativa Samen kaufen

Sativa-Samen

Schmale Blätter, viel Streckung, meist längere Blüte.

Sativa Samen bringen Pflanzen mit schmalen Blättern, viel Streckung und meist längerer Blüte hervor. Hier kannst du Sativa Samen kaufen: sativa-dominante Sorten, aktuell als Autoflower mit festem Zeitplan. Unter den Produkten erklären wir, worauf du bei der Auswahl achtest, welche Sorte für welchen Zweck passt, wie Sativas wachsen, warum sie aus den Tropen so lange Blütezeiten mitbringen, was das für dein Zelt und für draußen in Deutschland bedeutet und was die Forschung vom Etikett „Sativa“ hält. Ehrlich, mit Quellen und ohne Wirkversprechen.

9 Produkte

Mango Smile Auto – Autoflower-Samen von Holy Hemp
High THC Hoher Ertrag Auto Outdoor Sativa
Super Lemon Haze – Autoflower-Samen von Holy Hemp
High THC Auto Sativa
Jack Herer – Autoflower-Samen von Holy Hemp
High THC Auto Sativa
Purple Lemonade Auto – Autoflower-Samen von 420 Fast Buds
High THC Auto Sativa
Purple Haze Auto – Autoflower-Samen von 420 Fast Buds
High THC Auto Sativa
Amnesia Haze Auto – Autoflower-Samen von Barney's Farm
High THC Hoher Ertrag Auto Sativa
Barney's Farm Auto Thin Mint x Sour Pinot: blühende Pflanze mit dichter Hauptblüte vor schwarzem Hintergrund
High THC Auto Sativa
High THC Hoher Ertrag Sativa

Unser Sortiment im Vergleich: Sativa-Sorten nach Zeit, Größe und Aroma

Unser Sortiment im Vergleich: Sativa-Sorten nach Zeit, Größe und Aroma
SorteSativa-Anteil und Abstammung laut ZüchterZeit ab AussaatGrößeAroma laut Züchter
Purple Amnesia80 %, Jamaican Sativa × Laotian Sativa × Afghan Hawaiian10–11 WochenS–Mzitrusartig, leicht säuerlich, würzig
Super Lemon Haze80 %, Lemon OG Kush × Original Haze × White Widow10–12 WochenS–Mkräftige Zitrone, fruchtig-süß
Mango Smile80 %, Mango Haze × Toof Decay F5 × Vanilla Gelatorund 13 WochenS–Mtropische Mango, süße Vanille
Sour Diesel70 %, Sour Diesel × Sour Diesel Auto10–12 WochenS–MZitrus, Sandelholz, Kiefer, Diesel
Orange Sherbet70 %, Sunset Sherbet × California Orange10–12 WochenM–L (90–150 cm)süße Orange, erdig, frisch-pflanzlich
Jack Herer65 %, Jack Herer Haggen Cut × White Widow XXL Auto10–12 WochenS–M (80–110 cm)florale Süße, würzige Zitrusnoten

Beste Sativa-Sorten: welche Sorte für welchen Zweck passt

Beste Sativa-Sorten: welche Sorte für welchen Zweck passt
Dein ZweckSorte aus unserem SortimentWas der Züchter angibt
kürzeste LaufzeitPurple Amnesia10–11 Wochen ab Aussaat, S–M, 80 % Sativa
Haze-Linie mit ZitrusSuper Lemon Haze80 % Sativa, Original Haze in der Abstammung, kräftige Zitrone
tropisches AromaMango SmileMango Haze in der Abstammung, Mango und Vanille, rund 13 Wochen
Klassiker mit Diesel-NoteSour Diesel70 % Sativa, Zitrus, Kiefer, Diesel
niedrige Box mit ZentimeterangabeJack Herer80–110 cm, 65 % Sativa
mehr Höhe, fruchtig-süßOrange SherbetM–L mit 90–150 cm, süße Orange

Sativa auf einen Blick: der Steckbrief

  • Hoch und gestreckt

    Photoperiodische Sativas können laut Züchtern ihre Höhe in den ersten zwei bis drei Blütewochen verdoppeln bis verdreifachen.

  • Lange Blüte

    Sativa-lastige Sorten blühen laut Züchtern oft 10–12 Wochen, Thai-Landrassen auch 12–16 Wochen.

  • Schmale Blattfinger

    Lange, dünne Blattfinger und lockere, längliche Blüten statt kompakter, dichter Buds.

  • Tropische Herkunft

    Die Ausgangslinien stammen laut Züchtern aus Regionen nahe dem Äquator, etwa Thailand, Kolumbien, Mexiko, Jamaika und Teilen Afrikas und Indiens.

Hohe Sativa-Pflanzen in tropischer Landschaft als Sinnbild für die Herkunft von Sativa Samen

Woher Sativas kommen: Landrassen nahe dem Äquator

Hinter den Sativa-Linien im Handel stehen laut Züchtern sogenannte Landrassen. Das sind Pflanzen, die über Generationen in einer Region angebaut wurden und sich an deren Klima angepasst haben. Für die Sativa-Linien nennen Züchter vor allem schmalblättrige Landrassen aus Thailand, Kolumbien, Mexiko, Jamaika, Süd- und Ostafrika und Südindien.

Warum das die lange Blüte erklärt: Cannabis beginnt zu blühen, wenn die Nächte eine kritische Länge überschreiten. Am Äquator ist ein Tag das ganze Jahr über rund zwölf Stunden lang, die Tageslänge schwankt kaum. Pflanzen aus solchen Regionen gelten deshalb als angepasst an eine lange, warme Saison ohne Zeitdruck durch den Herbst. Sie blühen spät und lassen sich Zeit. Thai-Landrassen werden in Grower-Kreisen mit 12 bis 16 Wochen Blüte beschrieben, viele Haze-Linien mit 10 bis 11 Wochen und mehr.

Haze, der bekannteste Name: Laut Züchter-Überlieferung entstand Haze Anfang der 1970er Jahre aus Kreuzungen mexikanischer, kolumbianischer, südindischer und thailändischer Genetik. Diese Geschichte stammt aus Erzählungen der Szene, nicht aus überprüfbaren Unterlagen. Sicher ist: Der Name taucht heute in vielen Sorten auf, bei uns etwa in der Abstammung von Super Lemon Haze (Original Haze) und Mango Smile (Mango Haze). Herkunft und Stammbaum im Detail erklärt der Beitrag Was ist Haze?.

Auch die anderen Stammbäume im Sortiment erzählen davon. Bei Purple Amnesia nennt der Züchter eine jamaikanische und eine laotische Sativa als Eltern, also zwei Linien aus den Tropen. Ein augenzwinkernder Hinweis für Stammbaum-Fans: Die Namen von Landrassen sind oft Herkunftsangaben aus zweiter Hand. Wer „Thai“ draufschreibt, war nicht zwingend selbst in Thailand.

Für deine Sativa-Samen heißt das: Je mehr echte Tropen-Genetik in einer Sorte steckt, desto mehr Zeit und Höhe solltest du einplanen. Moderne Kreuzungen und Autos verkürzen das laut Züchtern deutlich.

Sativa-Bedeutung: Cannabis sativa oder Sativa-Sorte?

„Cannabis sativa“ und „Sativa-Sorte“ klingen gleich, meinen aber Verschiedenes. Die Geschichte dahinter ist überraschend verdreht.

Cannabis sativa ist der Name der Art. Carl von Linné beschrieb die Pflanze 1753 als Cannabis sativa. Auf Deutsch heißt sativa „gesät“ oder „angebaut“, gemeint war der Kulturhanf. In der heute gängigen Auffassung gibt es nur eine Art, und jede Hanfpflanze heißt botanisch Cannabis sativa, vom Faserhanf auf dem Acker bis zur kompaktesten Indica. In diesem Sinn sind auch Indica-Samen „Cannabis sativa Samen“.

Die Namen wurden später vertauscht. 1785 beschrieb Jean-Baptiste de Lamarck eine zweite Form aus Indien als Cannabis indica, und zwar mit schmaleren Blättern als die europäische sativa. Im heutigen Handel ist es genau umgekehrt: „Indica“ steht für breite Blätter, „Sativa“ für schmale. Nach einer Auswertung von McPartland und Small (2020) entspricht die Handels-Sativa eher Lamarcks Indica. Botaniker teilen die Pflanze unterschiedlich ein, unstrittig ist nur: Die Namen im Handel sind vertauscht. Mehr Botanik gibt es im Blog.

Der genauere Fachbegriff: Der Botaniker Karl Hillig schlug 2004 vor, von „narrow-leaflet drug“ (NLD, schmalblättriger Drogentyp) und „wide-leaflet drug“ (WLD, breitblättriger Drogentyp) zu sprechen. Durchgesetzt hat sich das im Handel nicht, aber die Begriffe beschreiben ehrlicher, was gemeint ist: eine Blattform, keine eigene Art.

Wir bleiben bei „Sativa“, weil Züchter und Handel so beschriften. Ob auf der Tüte Sativa-Hanfsamen, Sativa-Marihuana-Samen oder englisch Sativa Strain Seeds steht: Gemeint ist auf dieser Seite immer der schmalblättrige, hochwüchsige Typ. Für deine Auswahl zählt nicht das Wort, sondern die Angabe „überwiegend Sativa“ samt Prozentwert des Züchters. Das Gegenstück mit kompaktem Wuchs findest du bei den Indica-Samen.

Was die Forschung über das Etikett „Sativa“ sagt

Wenn auf einer Packung „80 % Sativa“ steht, klingt das nach Labormessung. Tatsächlich ist es eine Schätzung des Züchters aus der Abstammung. Drei Untersuchungen haben sich angesehen, wie viel hinter den Etiketten steckt.

Sawler et al. 2015 (PLOS ONE): Die Forschenden verglichen 81 Drogenhanf- und 43 Faserhanf-Proben anhand von 14.031 genetischen Markern. Ergebnis: Die angegebenen Sativa- und Indica-Anteile passten nur mäßig zur gemessenen Genetik, Sortennamen oft gar nicht. So war die als 100 % Sativa geführte Jamaican Lambs Bread fast identisch mit einer als 100 % Indica geführten Sorte aus Afghanistan. Ein Etikett wie „100 % Sativa“ liest du deshalb mit Vorsicht.

Watts et al. 2021 (Nature Plants): 297 Proben mit Terpen- und Cannabinoidwerten, 137 davon mit mehr als 100.000 genetischen Markern untersucht. Als Sativa und als Indica gekennzeichnete Proben waren genomweit nicht voneinander zu unterscheiden. Zusammenhänge fanden sich nur bei wenigen Terpenen, gesteuert von Genen auf zwei Chromosomen. Die Autoren vermuten, dass Züchter Etiketten eher nach Aroma und behaupteter Wirkung vergeben als nach Abstammung.

Smith, Vergara, Keegan und Jikomes 2022 (PLOS ONE): Die größte der drei Auswertungen, mit rund 90.000 Proben aus sechs US-Bundesstaaten. Eine als Indica gekennzeichnete Probe hatte demnach wahrscheinlich keine andere Terpenzusammensetzung als eine mit dem Etikett Sativa oder Hybrid. Manche Sortennamen waren über Produkte hinweg stimmig, andere nicht: Durban Poison, eine bekannte Sativa, nannte Mitautor Nick Jikomes in der Mitteilung der University of Colorado Boulder „consistently inconsistent“.

Was stattdessen vorgeschlagen wird: Hazekamp und Fischedick (2012) plädierten dafür, Cannabis nach seinem chemischen Profil aus Cannabinoiden und Terpenen einzuteilen, dem sogenannten Chemovar. Grob gesagt setzt sich ein Chemovar aus dem Chemotyp (dem Verhältnis von THC zu CBD, eingeteilt nach de Meijer 2003) und dem Terpenprofil zusammen. Auch Watts und Kollegen halten eine Einteilung über wenige gemessene Terpene für machbar.

Was das für dich heißt: Die verbreitete Annahme, Sativa und Indica ließen sich an typischen Wirkungen unterscheiden, stützen diese Studien nicht: Wenn sich die Etiketten genetisch und chemisch kaum unterscheiden, gibt das Etikett dafür keine Grundlage. Deshalb beschreiben wir bei Sativa-Sorten keine Wirkungen. Nützlich bleibt die Einteilung als Anbau-Merkmal: Sativa-Abstammung bedeutet meist mehr Höhe, mehr Streckung und längere Blüte. Mehr zum Vergleich der beiden Typen steht im Beitrag Sativa vs. Indica.

Sativa, Sativa-Auto, Indica: Anbau-Merkmale im Vergleich

Sativa, Sativa-Auto, Indica: Anbau-Merkmale im Vergleich
Sativa (photoperiodisch)Sativa-AutoIndica (zum Vergleich)
Blühbeginnwenn die Nächte länger werden, indoor bei 12/12von selbst, nach Alterwie Sativa photoperiodisch
Blütedaueroft 10–12 Wochen, Landrassen längergesamt ca. 10–13 Wochen ab Aussaatoft 7–9 Wochen
Stretch in der BlüteHöhe ×2 bis ×3laut Züchtern geringerca. +50–100 %
Endhöheje nach Umstellzeitpunkt, draußen laut Ratgebern 2–4 mbei uns ca. 60–150 cmindoor oft 60–120 cm
Blütenlänglich, lockerje nach Kreuzungkompakt, dicht
Outdoor in DeutschlandErnte oft zu spätAussaat April bis JuliErnte meist bis Anfang Oktober

Der häufigste Kauffehler: dem Namen blind vertrauen

Eine „Jack Herer“ vom einen Züchter ist nicht automatisch dieselbe Pflanze wie die vom anderen. Selbst aus einer Packung können verschiedene Phänotypen wachsen, also Pflanzen mit gleicher Abstammung, aber anderem Wuchs. Vergleiche deshalb immer Höhe, Dauer und Abstammung, nicht nur den Sortennamen. Der zweite Klassiker: eine photoperiodische Sativa für eine niedrige Box oder einen kurzen Sommer kaufen. Beides lässt sich vor der Bestellung vermeiden, mit Zollstock, Kalender und einem Blick in die Sortenangaben.

Sativa-Samen outdoor in Deutschland: Rechnung mit dem Kalender

Im Garten entscheidet nicht deine Zeitschaltuhr, sondern die Sonne. Und die meint es mit photoperiodischen Sativas in Deutschland nicht gut.

Der Blühbeginn kommt spät. Normale Sorten beginnen zu blühen, wenn der Tag kürzer als eine kritische Länge wird. Eine Studie der Universität Guelph (Ahrens, Llewellyn und Zheng 2023) sah bei allen zehn geprüften Sorten Blühbeginn bis 14 Stunden Licht, andere Arbeiten nennen sortenabhängig knapp 14 Stunden. Um den 21. Juni ist ein Tag bei uns rund 16 (München) bis 17 Stunden (Hamburg) lang. Unter 14 Stunden fällt er laut Sonnendaten in München erst um den 21. August, in Hamburg um den 27. August. Erste Vorblüten zeigen sich teils schon etwas früher, die eigentliche Blüte startet aber erst in dieser Zeit.

Die Blüte dauert zu lange. Rechne zu Ende August zehn bis zwölf Wochen Blüte hinzu, und du landest im November. Outdoor-Ratgeber nennen für Deutschland aber Mitte Oktober als harte Obergrenze für die Ernte, danach drohen Nachtfrost, Dauerregen und Nebel. Bei Landrassen mit 12 bis 16 Wochen wird es noch knapper. Viele Pflanzen werden schlicht nicht mehr reif.

Lockere Blüten helfen nur bedingt. Sativa-Blüten sind meist länglich und luftig. Grower beschreiben sie deshalb als weniger anfällig für Grauschimmel als die sehr dichten Blüten mancher Indica. Eine Studie dazu haben wir nicht gefunden, und der Vorteil verpufft, wenn die Pflanze bis in den feuchten November steht.

Was draußen besser funktioniert:

  • Sativa-Autos: blühen unabhängig von der Tageslänge. Der Züchter nennt für unsere Sorten eine Aussaat zwischen April und Juli; mit 10 bis 13 Wochen Kulturzeit liegt die Ernte dann rechnerisch zwischen Mitte Juni und Ende Oktober.
  • Sativa-dominante Hybride mit kürzerer Blüte: Mit Indica-Anteil geben Züchter oft kürzere Blütezeiten an als bei reinen Sativa-Linien.
  • Fast-Flowering-Versionen: photoperiodisch, laut Züchtern aber ein bis drei Wochen früher fertig.

Eine hohe Pflanze fällt außerdem auf; kompakte Autos sind auch hier die unauffälligere Wahl. Was beim Anbau im Garten rechtlich gilt, ordnen wir bei den Cannabis-Samen ein, ausführlich im Ratgeber Eigenanbau nach KCanG. Sorten, die mit dem deutschen Klima gut zurechtkommen, findest du gesammelt bei den Outdoor-Samen.

Für Garten und Balkon

Sorten, die laut Züchter für ein Erntefenster vor der Herbstfeuchte gedacht sind: Bei den Outdoor-Samen findest du sie gesammelt, mit Kalender für draußen in Deutschland.

Zu den Outdoor-Samen

Aroma statt Wirkversprechen: Terpenprofile laut Züchter

Wenn das Etikett wenig über die Genetik verrät, was dann? Die Studien oben zeigen in eine Richtung: Terpene. Das sind die Duftstoffe der Pflanze, die auch in Zitrusschalen, Kiefernnadeln oder Hopfen vorkommen.

Was die Forschung gefunden hat: Bei Watts et al. (2021) hingen die Terpene Bergamoten und Farnesen statistisch mit dem Etikett „Sativa“ zusammen. Smith et al. (2022) fanden statt Indica und Sativa drei Terpen-Gruppen: Caryophyllen mit Limonen, Myrcen mit Pinen und Terpinolen mit Myrcen. Welche Sorten in welche Gruppe fallen, hängt von der einzelnen Charge ab, eine feste Zuordnung zu Sativa-Linien gibt die Studie nicht her. Züchter beschreiben Sativa-Sorten trotzdem oft mit Zitrus, Kräutern und Frische.

Die Aromaangaben des Züchters zu unseren Sorten stehen in der Sortimentstabelle oben. Auffällig: Vier der sechs Sorten werden mit Zitrus beschrieben. Aroma ist eine Frage des Geschmacks, nicht der Qualität. Wer Zitrus mag, landet eher bei den Haze-Linien, wer es fruchtig-süß will, eher bei Mango oder Orange. Ob dein eigenes Ergebnis genauso riecht, hängt auch von Anbau, Erntezeitpunkt und Trocknung ab.

Und die THC-Zahl? Die Sativa-Sorten in der Tabelle oben tragen alle das Badge High THC, also eine Züchterangabe ab 19 % (bei Spannen zählt der obere Wert). Was solche Werte bedeuten und wie sie entstehen, erklären wir bei den Samen mit hohem THC-Gehalt.

Quellen (Stand Oktober 2026)

  • Sawler, J. et al. (2015): The Genetic Structure of Marijuana and Hemp. PLOS ONE 10(8):e0133292, doi:10.1371/journal.pone.0133292
  • Watts, S. et al. (2021): Cannabis labelling is associated with genetic variation in terpene synthase genes. Nature Plants 7:1330–1334, doi:10.1038/s41477-021-01003-y
  • Smith, C. J.; Vergara, D.; Keegan, B.; Jikomes, N. (2022): The phytochemical diversity of commercial Cannabis in the United States. PLOS ONE 17(5):e0267498, doi:10.1371/journal.pone.0267498
  • Hazekamp, A.; Fischedick, J. T. (2012): Cannabis – from cultivar to chemovar. Drug Testing and Analysis 4:660–667, doi:10.1002/dta.407
  • McPartland, J. M.; Small, E. (2020): A classification of endangered high-THC cannabis (Cannabis sativa subsp. indica) domesticates and their wild relatives. PhytoKeys 144:81–112, doi:10.3897/phytokeys.144.46700
  • Hillig, K. W. (2004): A chemotaxonomic analysis of terpenoid variation in Cannabis. Biochemical Systematics and Ecology 32:875–891, doi:10.1016/j.bse.2004.04.004
  • Ahrens, A.; Llewellyn, D.; Zheng, Y. (2023): Is Twelve Hours Really the Optimum Photoperiod for Promoting Flowering in Indoor-Grown Cultivars of Cannabis sativa? Plants 12(14):2605, doi:10.3390/plants12142605
  • Konsumcannabisgesetz § 4, § 9 und § 10, gesetze-im-internet.de

Sativa vs. Indica: der ganze Vergleich

Botanik, Studien, Terpene und was die beiden Typen beim Anbau unterscheidet: Im Beitrag Sativa vs. Indica stellen wir beide Seiten nebeneinander.

Mehr zu Sativa vs. Indica entdecken

Häufige Fragen zu Sativa Samen

Was ist Sativa, und was sind Sativa-Samen?

Sativa ist botanisch der Name der Hanfart, im Handel dagegen eine Wuchsbeschreibung. Sativa-Samen stammen von Sorten, die der Züchter als überwiegend Sativa einstuft. Gemeint ist der schmalblättrige, hochwüchsige Typ mit meist längerer Blüte. Eine eigene Pflanzenart ist das nicht, sondern eine Beschreibung von Wuchs und Abstammung.

Wie lange dauert die Sativa-Blüte?

Photoperiodische Sativa-Sorten blühen laut Züchtern oft 10 bis 12 Wochen, Landrassen aus Thailand auch 12 bis 16 Wochen. Dazu kommt die Wachstumsphase davor. Unsere Sativa-Autos brauchen insgesamt etwa 10 bis 13 Wochen von der Aussaat bis zur Ernte.

Wie hoch werden Sativa-Pflanzen?

Photoperiodische Sativas können laut Züchtern ihre Höhe in der Blüte verdoppeln bis verdreifachen und werden draußen laut Ratgebern 2 bis 4 m hoch. Unsere Sativa-Autos gibt der Züchter mit etwa 60 bis 150 cm an, je nach Sorte.

Kann ich Sativa-Samen draußen in Deutschland anbauen?

Mit Autos oder kurz blühenden Hybriden ja. Photoperiodische Sativas beginnen bei uns erst ab etwa Ende August richtig zu blühen, wenn der Tag unter 14 Stunden fällt, und werden vor Frost und Herbstregen oft nicht mehr reif. Der Züchter empfiehlt für unsere Sativa-Autos eine Aussaat zwischen April und Juli.

Passt eine Sativa in mein Growzelt?

Ja, wenn du den Stretch einplanst: Photoperiodische Sativas können sich in der Blüte auf das Zwei- bis Dreifache strecken. Teile die nutzbare Höhe durch diesen Faktor, dann siehst du, wie viel Wachstumszeit bleibt. Einfacher sind Sativa-Autos der Größe S–M, die bei uns laut Züchter je nach Sorte 60 bis 140 cm erreichen.

Welche Sativa-Sorte ist die beste?

Eine objektive Rangliste gibt es nicht, es kommt auf deinen Zweck an. Laut Züchterangaben ist Purple Amnesia mit 10 bis 11 Wochen am schnellsten fertig, Jack Herer hat mit 80 bis 110 cm eine genaue Höhenangabe für niedrige Boxen, Super Lemon Haze bringt die klassische Haze-Linie mit. Die Tabelle „Beste Sativa-Sorten“ oben zeigt alle Zwecke.

Was ist eine Landrasse?

Eine Landrasse ist eine Pflanzenlinie, die über viele Generationen in einer Region gewachsen ist und sich an deren Klima angepasst hat. Viele Sativa-Linien gehen laut Züchtern auf Landrassen aus Thailand, Kolumbien, Mexiko oder Jamaika zurück.

Welche Sativa-Sorten eignen sich für Anfänger?

Als Auto durchaus, weil Zeitplan und Höhe überschaubar bleiben; die Produktdaten führen unsere Sativa-Autos als einsteigertauglich. Für den ersten Anbau gelten drei Kriterien: Autoflower, Größe S–M und eine Kulturzeit um zwölf Wochen oder kürzer. Das erfüllen bei uns Purple Amnesia (10 bis 11 Wochen), Super Lemon Haze, Sour Diesel und Jack Herer. Orange Sherbet wird mit M–L größer, Mango Smile braucht mit 13 Wochen am längsten. Photoperiodische Sativas verlangen mehr Planung: Stretch, lange Blüte und Geduld bei der Ernte.

Was bedeutet Haze?

Haze ist eine Sativa-Linie, die laut Überlieferung Anfang der 1970er Jahre aus mexikanischer, kolumbianischer, südindischer und thailändischer Genetik entstand. Heute steckt der Name in vielen Kreuzungen, zum Beispiel in Super Lemon Haze.

Ist Cannabis sativa dasselbe wie eine Sativa-Sorte?

Nicht ganz. Cannabis sativa ist der botanische Name der Art, zu der alle Hanfpflanzen gehören, auch Indicas. „Sativa“ im Handel meint dagegen nur den schmalblättrigen, hochwüchsigen Typ.

Wo kann ich Sativa-Samen kaufen?

Hier bei Grünes Gold findest du sativa-dominante Sorten, viele davon als Autoflower. Der Umgang mit Cannabissamen ist nach § 4 KCanG erlaubt, sofern sie nicht zum unerlaubten Anbau bestimmt sind; Sativa-Samen kannst du aus der EU auch online bestellen. Vergleiche vor dem Kauf Größe, Kulturzeit und Abstammung der Sorte.

Gibt es Sativa-Samen als Autoflower?

Ja, bei uns sogar die meisten. Sativa-Autos kombinieren Sativa-Abstammung mit Autoflower-Genetik, blühen ohne Lichtwechsel und bleiben kleiner als klassische Sativas.

Was bedeutet sativa-dominant?

Sativa-dominant heißt: Die Sorte ist eine Kreuzung aus Sativa- und Indica-Linien, bei der laut Züchter der Sativa-Anteil überwiegt, etwa 70/30. Reine Sativa-Linien sind im Handel selten, die meisten Sorten sind heute Hybride. Sativa-dominante Hybride wachsen laut Züchtern meist etwas kompakter und blühen kürzer als reine Sativa-Landrassen. In der Vergleichstabelle oben liegt der höchste Sativa-Anteil bei 80 %.

Sind Lemon Haze und Amnesia Sativa oder Indica?

Beide gelten als Sativa-Linien. Unsere Super Lemon Haze und Purple Amnesia gibt der Züchter jeweils mit 80 % Sativa an, Sour Diesel mit 70 %. Andere Züchter kreuzen Sorten mit gleichem Namen teils anders, deshalb gilt immer die Angabe auf der jeweiligen Produktseite.

Was bedeutet „80 % Sativa“ auf der Packung?

Das ist eine Schätzung des Züchters aus der Abstammung, keine Messung. Studien wie Sawler et al. (2015) fanden, dass solche Angaben die tatsächliche Genetik oft nicht abbilden.

Stimmt die Einteilung in Indica und Sativa überhaupt?

Als Beschreibung von Wuchs und Blütezeit ist sie nützlich. Genetisch und chemisch fanden große Studien (Watts et al. 2021, Smith et al. 2022) kaum Unterschiede zwischen den Etiketten. Aussagekräftiger ist das chemische Profil aus Cannabinoiden und Terpenen. Die Antworten ersetzen keine medizinische Beratung.

Dein Ratgeber für Samen und Anbau

In unseren Blog-Beiträgen findest du alle wichtigen Infos zu Cannabis-Samen und dem richtigen Anbau.