Über Frisian Dew
Steckbrief
| Züchter | Dutch Passion |
|---|---|
| Samenart | feminisiert |
| Genetik | Hybrid |
| Abstammung | Super Skunk (Mutter) x Purple Star (Vater) |
| Blütezeit | 56 Tage (mittel) |
| Größe / Ertrag | XL (Skala M · L · XL) |
| Höhe draußen | 3–4 m, Pflanzen von 3,5 x 3,5 m keine Ausnahme |
| Ertrag draußen | mehrere hundert Gramm bis mehrere Kilogramm je Pflanze |
| Ernte draußen | in den Niederlanden Ende September bis Ende Oktober (meist Oktober) |
| Geschmack | Fruchtig, Erdige, Harzige & Würzige Noten, Zitrus & Spritzig, Frisch, Pine, Lavendel, Blumig |
| Terpene | Myrcen, Pinen und Caryophyllen |
| Profil laut Züchter | Aktivierend, Entspannend, Kreativ |
Anbau
Feminisiert: fast nur Weibchen
Aus den feminisierten Samen von Frisian Dew wachsen so gut wie ausschließlich weibliche Pflanzen, und nur die bilden Blüten. Männchen aussortieren musst du nicht, jeder Samen zählt für deine Planung. Das spart Platz, gerade wenn du nur wenige Pflanzen stellst.
Ganz ausschließen lassen sich Zwitter trotzdem nicht. Starker Stress durch Hitze, Licht in der Dunkelphase oder grobe Schnitte während der Blüte kann einzelne männliche Blüten auslösen. Schau dir deine Pflanzen ab der zweiten Blütewoche deshalb regelmäßig genau an.
Mittlere Blütezeit
Die Blütezeit von Frisian Dew beträgt laut Züchter 56 Tage. Die Uhr startet bei photoperiodischen Sorten mit dem Umstellen auf 12 Stunden Licht, die Wachstumsphase davor kommt dazu. Mit rund acht bis neun Wochen liegt die Sorte im Mittelfeld.
Draußen in Mitteleuropa werden solche Sorten oft bis Anfang oder Mitte Oktober reif. Plane im Zelt eine Woche Puffer ein. Über die Ernte entscheiden am Ende die Trichome.
Größe und Ertrag: XL
Ganz oben in unserer Skala aus M, L und XL steht Frisian Dew mit der Klasse XL. Das heißt: große, kräftige Pflanzen mit viel Ertragspotenzial.
Dafür brauchst du Platz. Drinnen sorgen Toppen, Herunterbinden oder ein Netz dafür, dass die Spitzen nicht in die Lampe wachsen. Draußen will so eine Pflanze einen großen Topf oder ein Beet, viel Sonne und Stützen für die schweren Äste. Mehr Blütenmasse hält auch mehr Feuchtigkeit, also lüfte in der Blüte gut.
Ausgezeichnete Genetik
Frisian Dew hat laut Dutch Passion bereits einen Cannabis Cup oder einen vergleichbaren Wettbewerb gewonnen. Dort bewerten Jurys oder Publikum Aroma, Aussehen und Gesamteindruck der eingereichten Blüten.
Was ein Titel wert ist, hängt vom Wettbewerb ab: Neben großen, international bekannten Cups gibt es viele kleine, regionale. Für dich heißt die Auszeichnung vor allem, dass die Genetik schon bei anderen überzeugt hat. Eine Garantie für deine eigene Ernte ist sie nicht, am Ende entscheiden Pflege und Bedingungen.
Kälteresistent
Der Züchter stuft Frisian Dew als kälteresistent ein. Die Pflanze soll kühle Nächte und Temperaturschwankungen besser wegstecken als empfindliche Sorten und nicht gleich im Wachstum stehen bleiben.
Das zählt vor allem draußen, wenn der Herbst früh kommt oder du in einer kühleren Gegend anbaust. Hinter dem Begriff steckt keine genormte Prüfung, sondern die Erfahrung des Züchters. Frost verträgt auch eine kälteresistente Sorte nicht, und bei nasskaltem Wetter bleibt gute Belüftung Pflicht.
Ertragsstarke Sorte
Mit dem Badge Hoher Ertrag ist Frisian Dew als besonders ertragreich ausgewiesen. Solche Angaben beziehen sich auf gute Bedingungen mit starkem Licht, ausreichend Wurzelraum und einer passenden Wachstumsphase. Ob deine Ernte da herankommt, hängt an genau diesen Punkten.
Plane Stützen oder ein Netz ein, denn schwere Blütenstände knicken sonst Äste ab. Große, dichte Buds halten außerdem lange Feuchtigkeit. Sorg in der späten Blüte deshalb für Luftbewegung im Bestand.
Aroma & Terpene
Fruchtig
Frisian Dew hat ein fruchtiges Aroma. „Fruchtig“ ist ein Sammelbegriff der Szene und lässt offen, ob eher Beeren, Steinobst oder Tropenfrucht gemeint sind. Fruchtige Profile entstehen in Hanf meist aus mehreren Terpenen, oft mit Myrcen und Limonen. Für Frisian Dew nennt die Sortenangabe Myrcen, Pinen und Caryophyllen. Die Elternlinie von Frisian Dew: Super Skunk (Mutter) x Purple Star (Vater).
Das Grundprofil einer Sorte ist vor allem Genetik. Eine langsame, nicht zu warme Trocknung schützt die fruchtigen Spitzen, die zu den flüchtigsten Duftstoffen gehören.
Erdig, harzig, würzig
Im Aroma von Frisian Dew dominieren erdige, harzige und würzige Töne, die an Waldboden, Holz, Kräuter oder Weihrauch erinnern. Erdige Noten deuten oft auf Myrcen hin, würzig-holzige auf Beta-Caryophyllen und Humulen. Laut Sortenangabe prägen Myrcen, Pinen und Caryophyllen das Profil von Frisian Dew.
Caryophyllen und Humulen sind schwere Sesquiterpene und verdunsten langsamer als frische Monoterpene. Deshalb hält sich eine würzige Grundnote oft länger als die frischen Spitzen. Ganz ohne Verlust geht es trotzdem nicht: Auch harzige Sorten verlieren in einem warmen, offenen Glas Aroma.
Zitrusfrisch und spritzig
Im Aroma von Frisian Dew stehen frische Zitrusnoten im Vordergrund, oft mit Anklängen an Zitrone, Limette oder Orangenschale. Hinter Zitrusduft in Hanf steckt meist Limonen, teils auch Terpinolen. Laut Sortenangabe prägen Myrcen, Pinen und Caryophyllen das Profil von Frisian Dew.
Welche Terpene eine Pflanze bildet, legt vor allem ihre Genetik fest. Licht, Erntezeitpunkt und Trocknung verschieben nur die Mengen. Limonen gehört zu den leichten Monoterpenen und verdunstet schon bei Zimmertemperatur. Kühl, dunkel und mit wenig Luft im Glas bleibt die frische Spitze am längsten erhalten.
Frisch
Frisian Dew wird mit einem frischen Aroma beschrieben. Den ersten frischen Duft beim Öffnen des Glases prägen meist leichte Monoterpene wie Pinen, Limonen oder Terpinolen. Terpinolen riecht frisch und kräuterig, mit einem Hauch Zitrus und Kiefer. Laut Sortenangabe gehören Myrcen, Pinen und Caryophyllen zum Profil von Frisian Dew.
Monoterpene sind klein und flüchtig und verdunsten schon bei Zimmertemperatur. Jedes unnötige Öffnen des Glases kostet deshalb etwas von der Frische.
Pine: Kiefer und Wald
Frisian Dew duftet nach Kiefernnadeln, Harz und frischem Wald. Kiefernduft in Hanf stammt meist von Alpha- und Beta-Pinen, die auch in Nadelbäumen, Rosmarin und Basilikum vorkommen. Für Frisian Dew nennt die Sortenangabe Myrcen, Pinen und Caryophyllen.
Mit rund 155 °C hat Alpha-Pinen den niedrigsten Siedepunkt der großen Hanfterpene. Bei 25 °C ist es rund 30-mal so flüchtig wie Linalool. Grower trocknen deshalb am besten langsam, lagern danach kühl und dunkel und öffnen das Glas nicht unnötig.
Blumig nach Lavendel
Frisian Dew bringt eine blumige Lavendelnote mit. Lavendel- und Blütenduft in Hanf wird meist dem Linalool zugeschrieben, einem Terpenalkohol, der auch in Lavendel und Koriander steckt. In Hanf kommt Linalool meist nur in kleinen Mengen vor, kann blumige Sorten aber deutlich prägen. Laut Sortenangabe gehören Myrcen, Pinen und Caryophyllen zum Profil von Frisian Dew.
Linalool siedet bei rund 198 °C und verdunstet langsamer als leichte Monoterpene wie Pinen. An der Luft oxidiert es allerdings. Ein volles, gut verschlossenes Glas hält den Sauerstoff knapp.
Blumig
Frisian Dew bringt ein blumiges Aroma mit. Blütenduft in Hanf wird oft dem Linalool zugeschrieben, einem Terpenalkohol, der auch in Lavendel und Koriander vorkommt. Auch Terpinolen riecht frisch, kräuterig und leicht blumig. Laut Sortenangabe gehören Myrcen, Pinen und Caryophyllen zum Profil von Frisian Dew.
Blumige Noten sind oft fein und werden von kräftigen, würzigen Tönen schnell überdeckt. Sicher weißt du, welche Stoffe dahinterstehen, erst mit einer Terpenanalyse der jeweiligen Charge.
Myrcen: erdig und fruchtig
Myrcen ist in vielen Hanfsorten das häufigste Terpen. Es riecht erdig, leicht moschusartig und nach reifen Früchten, manche sagen auch nach Hopfen. Außerhalb von Hanf steckt Myrcen in Hopfen, Zitronengras, Thymian, Lorbeer und Mango. Bei Frisian Dew gehört Myrcen laut Sortenangabe zum Terpenprofil, das ganze Profil: Myrcen, Pinen und Caryophyllen.
Als leichtes Monoterpen siedet Myrcen bei rund 168 °C und verdunstet schon bei Zimmertemperatur. In einer älteren Messreihe von Ross und ElSohly (1996) sank sein Anteil am Blütenöl nach Trocknung und drei Monaten Lagerung von 67 auf 33 Prozent.
Pinen: Kiefer und Harz
Pinen gibt es in zwei Formen, Alpha- und Beta-Pinen. Beide riechen nach Kiefernnadeln, Harz und frischem Wald. Vorkommen außerhalb von Hanf: Nadelbäume, Rosmarin, Basilikum und Dill. Laut Sortenangabe gehört Pinen bei Frisian Dew zum Terpenprofil, insgesamt genannt: Myrcen, Pinen und Caryophyllen.
Mit rund 155 °C hat Alpha-Pinen den niedrigsten Siedepunkt der großen Hanfterpene. Bei Zimmertemperatur ist es rund 30-mal so flüchtig wie Linalool. Viel Pinen auf einem Laborbefund spricht deshalb eher für frische Ware.
Caryophyllen: Pfeffer und Nelke
Beta-Caryophyllen riecht pfeffrig, würzig und holzig. Du kennst es aus schwarzem Pfeffer, Gewürznelke, Oregano und Rosmarin. Als Sesquiterpen mit 15 Kohlenstoffatomen ist es schwerer als die frischen Monoterpene und siedet erst bei rund 263 °C. Laut Sortenangabe gehört Caryophyllen bei Frisian Dew zum Terpenprofil: Myrcen, Pinen und Caryophyllen.
In Laborproben steigt und fällt es fast immer zusammen mit Humulen. An der Luft reagiert es langsam zu Caryophyllenoxid, das auf Befunden länger gelagerter Ware auftauchen kann.
Genetik
Hybrid
Laut Dutch Passion ist Frisian Dew ein Hybrid, bei dem keine Seite klar überwiegt. Wuchs, Streckung und Blütenform liegen damit irgendwo zwischen Indica und Sativa.
Gerade bei Hybriden fallen Geschwister aus derselben Packung oft unterschiedlich aus: Die eine Pflanze wird buschig, die andere schießt in die Höhe. Lass im Zelt deshalb etwas Luft nach oben und gleich Höhenunterschiede mit Herunterbinden aus. Wer mehrere Pflanzen stellt, sieht schnell, welcher Typ sich durchsetzt. Gekreuzt wurde die Sorte aus Super Skunk (Mutter) x Purple Star (Vater).
Erfahrungen
Was Grower berichten: aktivierend
Grower und Kundschaft beschreiben Frisian Dew häufig als aktivierend. Wer von aktivierenden Sorten berichtet, meint meist einen wachen, lebhaften Eindruck. Der Begriff stammt aus Sortenbeschreibungen und Erfahrungsberichten, er ist kein Messwert und keine Zusage von uns. Wahrnehmungen sind individuell verschieden, und die Angabe ist keine Eigenschaft der Samen.
Was Grower berichten: entspannend
Bei Frisian Dew berichten Grower und Kundschaft häufig von einem entspannenden Eindruck. Im Sprachgebrauch der Erfahrungsberichte ist „entspannend“ das Gegenstück zu „aktivierend“, gemeint ist also eher ein gemächliches Tempo. Wir geben hier nur wieder, was andere erzählen. Jeder Mensch nimmt eine Sorte anders wahr, und die Beschreibung ist ein Erfahrungswert, keine Eigenschaft der Samen.
Erfahrungsberichte von Grower:innen und Angaben des Züchters, keine Zusage zur Wirkung.
Häufige Fragen zu Frisian Dew
Wie lange ist die Blütezeit von Frisian Dew?
Laut Züchter blüht Frisian Dew rund 56 Tage. Gezählt wird ab dem Umstellen auf 12 Stunden Licht; die Wachstumsphase davor kommt dazu.
Wie groß wird Frisian Dew?
Frisian Dew steht in unserer Einteilung in der Größen- und Ertragsklasse XL (Skala M, L, XL). Wie groß deine Pflanze tatsächlich wird, hängt von Topfgröße, Licht und Pflege ab.
Ist Frisian Dew feminisiert oder Autoflower?
Die Samen sind feminisiert, aus ihnen wachsen fast ausschließlich weibliche Pflanzen. Die Sorte ist photoperiodisch und beginnt zu blühen, sobald die Lichtdauer auf 12 Stunden sinkt.
Von welchem Züchter stammt Frisian Dew?
Frisian Dew stammt von Dutch Passion. Die Elternsorten laut Züchter: Super Skunk (Mutter) x Purple Star (Vater).
Die Antworten ersetzen keine medizinische Beratung.
Rechtlicher Hinweis
Der Umgang mit Cannabissamen ist in Deutschland nach § 4 KCanG erlaubt, sofern die Samen nicht zum unerlaubten Anbau bestimmt sind. Der Anbau ist nur Erwachsenen im Rahmen des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) erlaubt: bis zu drei Pflanzen im privaten Eigenanbau, geschützt vor Kindern und Jugendlichen. Beachte die Regeln in deinem Land.
So gelingt dein Anbau
In unseren Blog-Beiträgen findest du alle wichtigen Infos zu Cannabis-Samen und dem richtigen Anbau.

