Über Durban Poison
Steckbrief
| Züchter | Dutch Passion |
|---|---|
| Samenart | regulär |
| Genetik | Sativa-dominant |
| Abstammung | Durban x unbekannte Indica (südafrikanische Herkunft, in den 1970ern über Jahre ingezüchtet) |
| Blütezeit | 56–63 Tage (mittel) |
| Saat bis Ernte | ca. 11–13 Wochen inkl. 3–4 Wochen Wachstum |
| Größe / Ertrag | XL (Skala M · L · XL) |
| Höhe draußen | 3–4 m möglich |
| Ertrag drinnen | 450–650 g/m² |
| Ernte draußen | Anfang bis Mitte Herbst |
| Geschmack | Süß, Erdige, Harzige & Würzige Noten, Zitrus & Spritzig |
| Terpene | Terpinolen, Myrcen und Pinen |
| Profil laut Züchter | Aktivierend, Euphorisch, Kreativ |
Anbau
Regular: Männchen und Weibchen
Durban Poison gibt es als reguläre Saat, also nicht feminisiert. Aus diesen Samen wachsen männliche und weibliche Pflanzen, wie viele von welchem Geschlecht, zeigt sich erst im Grow. Blüten liefern nur die Weibchen.
Männchen erkennst du meist in den ersten Blütewochen an kleinen, runden Pollensäcken. Nimm sie raus, bevor sie aufplatzen, sonst setzen deine Weibchen Samen an. Reguläre Saat lohnt sich vor allem, wenn du selbst kreuzen oder dir eine Mutterpflanze aussuchen willst.
Mittlere Blütezeit
Die Blütezeit von Durban Poison beträgt laut Züchter 56–63 Tage. Die Uhr startet bei photoperiodischen Sorten mit dem Umstellen auf 12 Stunden Licht, die Wachstumsphase davor kommt dazu. Mit rund acht bis neun Wochen liegt die Sorte im Mittelfeld.
Draußen in Mitteleuropa werden solche Sorten oft bis Anfang oder Mitte Oktober reif. Plane im Zelt eine Woche Puffer ein. Über die Ernte entscheiden am Ende die Trichome.
Größe und Ertrag: XL
Ganz oben in unserer Skala aus M, L und XL steht Durban Poison mit der Klasse XL. Das heißt: große, kräftige Pflanzen mit viel Ertragspotenzial.
Dafür brauchst du Platz. Drinnen sorgen Toppen, Herunterbinden oder ein Netz dafür, dass die Spitzen nicht in die Lampe wachsen. Draußen will so eine Pflanze einen großen Topf oder ein Beet, viel Sonne und Stützen für die schweren Äste. Mehr Blütenmasse hält auch mehr Feuchtigkeit, also lüfte in der Blüte gut.
Ausgezeichnete Genetik
Durban Poison hat laut Dutch Passion bereits einen Cannabis Cup oder einen vergleichbaren Wettbewerb gewonnen. Dort bewerten Jurys oder Publikum Aroma, Aussehen und Gesamteindruck der eingereichten Blüten.
Was ein Titel wert ist, hängt vom Wettbewerb ab: Neben großen, international bekannten Cups gibt es viele kleine, regionale. Für dich heißt die Auszeichnung vor allem, dass die Genetik schon bei anderen überzeugt hat. Eine Garantie für deine eigene Ernte ist sie nicht, am Ende entscheiden Pflege und Bedingungen.
Ertragsstarke Sorte
Mit dem Badge Hoher Ertrag ist Durban Poison als besonders ertragreich ausgewiesen. Solche Angaben beziehen sich auf gute Bedingungen mit starkem Licht, ausreichend Wurzelraum und einer passenden Wachstumsphase. Ob deine Ernte da herankommt, hängt an genau diesen Punkten.
Plane Stützen oder ein Netz ein, denn schwere Blütenstände knicken sonst Äste ab. Große, dichte Buds halten außerdem lange Feuchtigkeit. Sorg in der späten Blüte deshalb für Luftbewegung im Bestand.
Aroma & Terpene
Süß
Durban Poison wird mit einem süßen Aroma beschrieben. Süße ist ein Eindruck der Nase und lässt sich keinem einzelnen Terpen sicher zuordnen. Leicht süßliche Töne bringen zum Beispiel Linalool und Ocimen mit, die nebenbei blumig oder krautig riechen. Laut Sortenangabe gehören Terpinolen, Myrcen und Pinen zum Profil von Durban Poison. Die Elternlinie von Durban Poison: Durban x unbekannte Indica (südafrikanische Herkunft, in den 1970ern über Jahre ingezüchtet).
Süße, leichte Noten verfliegen beim Trocknen schneller als schwere, würzige. Kühl, dunkel und luftdicht gelagert, bleibt mehr davon erhalten.
Erdig, harzig, würzig
Im Aroma von Durban Poison dominieren erdige, harzige und würzige Töne, die an Waldboden, Holz, Kräuter oder Weihrauch erinnern. Erdige Noten deuten oft auf Myrcen hin, würzig-holzige auf Beta-Caryophyllen und Humulen. Laut Sortenangabe prägen Terpinolen, Myrcen und Pinen das Profil von Durban Poison.
Caryophyllen und Humulen sind schwere Sesquiterpene und verdunsten langsamer als frische Monoterpene. Deshalb hält sich eine würzige Grundnote oft länger als die frischen Spitzen. Ganz ohne Verlust geht es trotzdem nicht: Auch harzige Sorten verlieren in einem warmen, offenen Glas Aroma.
Zitrusfrisch und spritzig
Im Aroma von Durban Poison stehen frische Zitrusnoten im Vordergrund, oft mit Anklängen an Zitrone, Limette oder Orangenschale. Hinter Zitrusduft in Hanf steckt meist Limonen, teils auch Terpinolen. Laut Sortenangabe prägen Terpinolen, Myrcen und Pinen das Profil von Durban Poison.
Welche Terpene eine Pflanze bildet, legt vor allem ihre Genetik fest. Licht, Erntezeitpunkt und Trocknung verschieben nur die Mengen. Limonen gehört zu den leichten Monoterpenen und verdunstet schon bei Zimmertemperatur. Kühl, dunkel und mit wenig Luft im Glas bleibt die frische Spitze am längsten erhalten.
Terpinolen: frisch und kräuterig
Terpinolen riecht frisch, kräuterig und leicht blumig, mit einem Hauch Zitrus und Kiefer. Außerhalb von Hanf kommt es in Teebaumöl, Flieder und Muskat vor. Allen und Kollegen (PLoS One, 2019) fanden es in 86 Prozent der untersuchten Sorten nur in Spuren. In den übrigen Sorten war Terpinolen dagegen das dominante Terpen oder kam ihm nahe. Bei Durban Poison nennt die Sortenangabe Terpinolen im Profil: Terpinolen, Myrcen und Pinen.
Als Monoterpen siedet es bei rund 185 °C.
Myrcen: erdig und fruchtig
Myrcen ist in vielen Hanfsorten das häufigste Terpen. Es riecht erdig, leicht moschusartig und nach reifen Früchten, manche sagen auch nach Hopfen. Außerhalb von Hanf steckt Myrcen in Hopfen, Zitronengras, Thymian, Lorbeer und Mango. Bei Durban Poison gehört Myrcen laut Sortenangabe zum Terpenprofil, das ganze Profil: Terpinolen, Myrcen und Pinen.
Als leichtes Monoterpen siedet Myrcen bei rund 168 °C und verdunstet schon bei Zimmertemperatur. In einer älteren Messreihe von Ross und ElSohly (1996) sank sein Anteil am Blütenöl nach Trocknung und drei Monaten Lagerung von 67 auf 33 Prozent.
Pinen: Kiefer und Harz
Pinen gibt es in zwei Formen, Alpha- und Beta-Pinen. Beide riechen nach Kiefernnadeln, Harz und frischem Wald. Vorkommen außerhalb von Hanf: Nadelbäume, Rosmarin, Basilikum und Dill. Laut Sortenangabe gehört Pinen bei Durban Poison zum Terpenprofil, insgesamt genannt: Terpinolen, Myrcen und Pinen.
Mit rund 155 °C hat Alpha-Pinen den niedrigsten Siedepunkt der großen Hanfterpene. Bei Zimmertemperatur ist es rund 30-mal so flüchtig wie Linalool. Viel Pinen auf einem Laborbefund spricht deshalb eher für frische Ware.
Genetik
Sativa-dominant
Der Sativa-Anteil überwiegt bei Durban Poison, so ordnet Dutch Passion die Sorte ein. Rechne mit schlankeren Blättern, größeren Abständen zwischen den Blütenständen und einer kräftigen Streckung in den ersten Blütewochen.
Toppen oder ein Netz helfen dir, die Höhe im Zelt im Griff zu behalten. Lockerer als bei Indica-lastigen Sorten fallen meist auch die Blüten aus. In feuchten Herbstwochen draußen hilft das eher, weil Nässe schneller abtrocknet. Abstammung: Durban x unbekannte Indica (südafrikanische Herkunft, in den 1970ern über Jahre ingezüchtet).
Erfahrungen
Was Grower berichten: aktivierend
Grower und Kundschaft beschreiben Durban Poison häufig als aktivierend. Wer von aktivierenden Sorten berichtet, meint meist einen wachen, lebhaften Eindruck. Der Begriff stammt aus Sortenbeschreibungen und Erfahrungsberichten, er ist kein Messwert und keine Zusage von uns. Wahrnehmungen sind individuell verschieden, und die Angabe ist keine Eigenschaft der Samen.
Was Grower berichten: euphorisch
Grower und Kundschaft berichten bei Durban Poison häufig von einem euphorischen Eindruck. „Euphorisch“ ist eine Sammelbezeichnung aus Erfahrungsberichten, die wir übernehmen, ohne sie zu bewerten. Eine Zusage von uns ist mit dem Begriff nicht verbunden. Wie eine Sorte wahrgenommen wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden, und die Samen selbst tragen diese Eigenschaft nicht in sich.
Was Grower berichten: kreativ
Grower und Kundschaft beschreiben Durban Poison häufig als kreativ. Wer von kreativen Sorten berichtet, meint meist einen verspielten, ideenreichen Eindruck. Die Einordnung beruht auf persönlichen Erfahrungsberichten und ist keine Zusage von uns. Wie eine Sorte wahrgenommen wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden, und die Samen selbst tragen diese Eigenschaft nicht in sich.
Erfahrungsberichte von Grower:innen und Angaben des Züchters, keine Zusage zur Wirkung.
Häufige Fragen zu Durban Poison
Wie lange ist die Blütezeit von Durban Poison?
Laut Züchter blüht Durban Poison rund 56–63 Tage. Gezählt wird ab dem Umstellen auf 12 Stunden Licht; die Wachstumsphase davor kommt dazu.
Wie groß wird Durban Poison?
Durban Poison steht in unserer Einteilung in der Größen- und Ertragsklasse XL (Skala M, L, XL). Wie groß deine Pflanze tatsächlich wird, hängt von Topfgröße, Licht und Pflege ab.
Ist Durban Poison feminisiert oder Autoflower?
Es sind reguläre Samen: Aus ihnen wachsen männliche und weibliche Pflanzen. Die Sorte ist photoperiodisch und beginnt zu blühen, sobald die Lichtdauer auf 12 Stunden sinkt.
Von welchem Züchter stammt Durban Poison?
Durban Poison stammt von Dutch Passion. Die Elternsorten laut Züchter: Durban x unbekannte Indica (südafrikanische Herkunft, in den 1970ern über Jahre ingezüchtet).
Die Antworten ersetzen keine medizinische Beratung.
Rechtlicher Hinweis
Der Umgang mit Cannabissamen ist in Deutschland nach § 4 KCanG erlaubt, sofern die Samen nicht zum unerlaubten Anbau bestimmt sind. Der Anbau ist nur Erwachsenen im Rahmen des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) erlaubt: bis zu drei Pflanzen im privaten Eigenanbau, geschützt vor Kindern und Jugendlichen. Beachte die Regeln in deinem Land.
So gelingt dein Anbau
In unseren Blog-Beiträgen findest du alle wichtigen Infos zu Cannabis-Samen und dem richtigen Anbau.

